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Neid hat viele Facetten. In der Psychologie wurde dieses Gefühl bereits ausführlichst erforscht und es gibt eine Menge Artikel zu diesem Thema, einer davon erschien im Spektrum: Psychologie, Warum wir neidisch sind. Neid hat Auswirkungen auf einen selbst, also die Neidische, aber auch auf die Person, die beneidet wird. Das kann sich in Mobbing äußern, in Geringschätzung oder sogar in massiven, gezielten Angriffen.

Und wieder habe ich eine kleine Anekdote dazu, was überhaupt ein Grund für diesen Artikel ist, weil ich es so hautnah erleben durfte:

Ich saß mit einer Dame an einer Bar. Wir kamen ins Gespräch über dieses und jenes. Unter anderem auch über die sehr hübsche, junge Bardame, die uns bediente. So kamen wir auf Frauen und Schönheit zu sprechen. Sehr spontan und hörbar erregt äußerte die Dame, sie möge auch schöne Frauen,
so lange diese nicht wüssten, dass sie schön sind 

OH HA! Was für ein Statement! Ich staunte nicht schlecht und konnte mir ein Nachfragen nicht verkneifen. Ich hakte nach, was sie daran stören würde. Sie kam ins Stolpern. Ich beließ es dabei. Doch sie setzte sichtlich betroffen nach: „Na, es ist halt so. Mir sind einfach die inneren Werte wichtiger.“ – Ok, das war eine ziemliche Steilvorlage, jetzt doch etwas tiefer zu bohren. Ich erwiderte ihr, dass mir innere Werte auch wichtig seien, dass diese aber doch nicht anhand dessen gemessen werden könnten, wie die Frau nun aussehe. Also eben gerade deshalb! Es steht eine bildschöne und eine – nach unserem Schönheitsideal – weniger schöne Frau vor uns. Und nur auf Grund ihrer Hülle werden ihr nun Charaktereigenschaften zugeschrieben? Die Schöne ist dann automatisch eingebildet und die weniger schöne herzensgut. Ja ja, so schön einfach hätten wir das gerne in unserem Schubladendenken. 😉

Doch diese Argumentation brachte sie erneut ins Schleudern. Du musst wissen. Wir saßen da an dieser Bar und wurden von einem bildhübschen Mädchen bedient. Ich sage mal Mädchen. Eine Studentin, lange schwarze Haare, sehr zarte Haut, große Augen, gekonnt geschminkt (also nicht zu viel), strahlend weisse, gepflegte Zähne und zuckersüß freundlich. Einfach ein richtiger Sonnenschein von einem Mädel. 

Sie führte also weiter aus: „Na ich meine halt, wenn sie dann noch so bei den Männern rum tun, und halt ihre Schönheit ausspielen und das so wissen, und sich dann so verhalten.“  

Nun gut. Ich wollte die frustrierte Frau neben mir nicht brüskieren, das tat sie nämlich bereits mehr als genug. Somit beließ ich es dabei. Sie zerstörte sich gerade selbst. Ich hatte wirklich gehofft, Antworten auf meine Fragen zu erhalten, doch sie hatte offensichtlich selbst keine. Alles, was aus ihr herauskam, war unbewusster, selbstzerstörerischer Frust. Nicht mehr. Glaubenssätze, die dazu dienen, das eigene Verhalten und den eigenen Status nicht in Frage stellen zu müssen!

Erinnert dich das an irgendwas?! 

Mich schon! Schau mal in den Artikel: Stark werden durch Sparen. Dort findest Du exakt diesen Mechanismus wieder. Die Sündenbock-Funktion. Das große Problem am Sündenbock-Mechanismus: Wir bleiben in unserer Komfortzone. Der Sündenbock ist gerade dazu da, zu rechtfertigen, weshalb wir unseren Hintern nicht hochbekommen müssen, weshalb wir unser Verhalten nicht verändern müssen.

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung, positives Denken, Ausstrahlung, Glück und Erfolg. Die Grundsätze eines glücklichen Lebens und über Weiterentwicklung lassen sich relativ knapp zusammen fassen: Arbeite an dir selbst. Sei gut zu dir und liebe dich. Fordere dich. Belohne dich. Lästere nicht! Umgib dich mit positiven Menschen. Konzentriere dich auf deine Stärken.

Kurzum: Sei positiv und großzügig. Finde die Liebe in dir – und tu es! 

Egal ob Geld, Ausstrahlung, Aussehen, Erfolg und Glück -> all das sind immer nur die Folgen deiner Denkweisen! Was Du anderen nicht gönnst, wirst Du dir selbst auch nicht gönnen. Wenn Du anderen Menschen Fülle gönnst, wirst Du diese auch dir erlauben. Du kannst selbst nur ein reiches, erfülltes und glückliches Leben führen, wenn Du anderen Frauen dieses gönnen magst. Solange Du selbst im Mangelgefühl lebst, wirst Du nicht aus den Vollen schöpfen können, denn Gleiches zieht Gleiches an.

Einer meiner absoluten Lieblingssätze ist: Jede Frau ist da wo sie ist, weil sie ist, wie sie ist.